Das erste Kapitel erschien 2015. Zeit für die Fortsetzung
Wir sind das Team hinter Chatra – dem Live-Chat, dem über 45.000 kleine Unternehmen vertrauen und den Brevo übernommen hat. Wir haben lieber verkauft, als auf Großkunden umzuschwenken. Jetzt sind wir zurück, weil wir Support immer noch lieben.
Es begann mit einem Ende
Alles begann 2014: Wir hatten beschlossen, unser VC-finanziertes E-Commerce-Startup zu schließen, und brauchten etwas Einfaches, um die Rechnungen zu bezahlen. Für uns war es eine Art digitaler Dönerladen: keine großen Ambitionen, einfach ein gutes Produkt, das die Leute brauchen.
Wir kannten Kundensupport von innen – und wussten, wie schlecht die Tools waren. Zwanzig etablierte Wettbewerber, das hieß für uns: Da ist auch Platz für einen einundzwanzigsten.
Wir starteten Mitte 2015. Intercom, das Unternehmen, das heute Fin heißt, hatte damals nur ein In-App-SDK. Mit einem richtigen Chat-Widget fürs Web waren wir schneller – wenn auch nur um ein paar Monate.
Was wir aus dem Live-Chat gemacht haben
Live-Chat im Jahr 2015, das hieß: klobige Widgets, die bei jedem Neuladen der Seite das Gespräch verloren, Team-Dashboards wie aus Windows 95 und überall Konzernfloskeln von der Stange.
Chatra andere Chats
Wir haben ihn als Messenger neu gebaut. Gespräche, die erhalten blieben wie auf dem Handy – samt ungesendeten Entwürfen. Ein Dashboard, in dem man sich wohlfühlte. Avatare der Teammitglieder, Lesebestätigungen, Besucher mit Namen statt Nummern und Nachrichten, die sich nach dem Senden noch bearbeiten ließen.
Wir nannten es „Live-Chat-Software, für Menschen gemacht“. Zehntausende Kunden sahen das genauso – betreut von neun Leuten in drei Ländern, ohne Büro, ohne Werbung und ohne Risikokapital.
Der Exit, den wir nie geplant hatten
Chatra war nie zum Verkauf gedacht. Es war ein profitables, eigenfinanziertes Unternehmen mit einem Produkt, das seine Kunden liebten. Es wuchs, und das in aller Ruhe. Wir suchten nicht nach mehr – aber vielleicht hat uns die Übernahme genau deshalb gefunden.
Das Angebot kam von Sendinblue, heute Brevo: einem europäischen Unicorn für Marketing und Kommunikation kleiner und mittlerer Unternehmen, das in Chatra das fehlende Puzzleteil seiner Plattform sah. 2021 haben wir unterschrieben – als Teil eines Deals über 47 Mio. $.
Das übliche SaaS-Drehbuch: mit kleinen Unternehmen anfangen, dann zu Großkunden aufsteigen und die Kleinen zurücklassen – die meisten Wettbewerber haben genau das getan. Wir wollten das nicht, und durch die Übernahme gab es auch keinen Druck, es zu tun.
Der KI-Aufbruch – aus dem Maschinenraum
Wir waren bei Brevo und bauten Messaging im Unicorn-Maßstab, als ChatGPT erschien. Plötzlich war genau das unser Job: KI für den Support kleiner Unternehmen nutzbar zu machen.
Für einige von uns blieb das bei Brevo der Job. Bis NetIntent kam.
Chatra heute
Käufer lassen Produkte wie unseres meist in ihrer Plattform aufgehen. Chatra wurde weder eingegliedert noch eingestellt: Seit 2021 ist zwar keine neue Funktion mehr dazugekommen, aber es läuft nach wie vor bestens – und Zehntausende verlassen sich jeden Tag darauf.
Für uns ist das das schönste Kompliment.
Warum wir zurück sind
Nach der Übernahme konnten wir nur in der Branche bleiben, indem wir bei Brevo arbeiteten. Wir wollen uns nicht beklagen – aber im Herzen sind wir Bootstrapper, und in einer fremden Firma fühlt man sich nie ganz zu Hause.
Jetzt sind wir frei und wieder im Spiel – und tun, was wir am liebsten tun: Support besser machen. Für deine Kunden und für dich.
Kleine Unternehmen sind für uns kein Sprungbrett. Um sie geht es uns.
Also: NetIntent
Wir machen, was wir schon beim letzten Mal gemacht haben: Wir nehmen die klobige Konzernversion eines unverzichtbaren Tools und machen sie menschlich. Live-Chat mit einem KI-Kollegen, dem du vertrauen kannst – einfach, fair bepreist und mit einem großzügigen kostenlosen Tarif, der für immer gratis bleibt.
Für Menschen gemacht. Auch für die auf deiner Seite des Chats.
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